
Wer die #Infrastruktur hat, hat die Macht: Das globale #KI-Wettrennen ist längst kein Softwarewettbewerb mehr, sondern ein Infrastruktur- und Sicherheitswettbewerb, bei dem es um Rechenzentren, Chips, Energiekapazitäten, Datenräume, Talente und strategische Plattformkontrolle geht. Wer die leistungsfähigsten Modelle trainiert und kontrolliert, verschafft sich Vorteile in Forschung, Industrie, Nachrichtendiensten, Cyberabwehr und Informationsoperationen, was KI zu einem genuinen Machtfaktor macht. Staaten wie China, Russland oder Nordkorea verfolgen diese Entwicklung sehr genau und setzen KI bereits für Schwachstellenforschung und Cyberoperationen ein, sodass aus einem technologischen #Wettbewerb eine handfeste Frage nationaler #Sicherheit geworden ist.
Europa verfügt zwar über starke Forschung, regulatorische Erfahrung und industrielle Anwendungsfelder, fällt aber bei Skalierung, Kapitalmarkttiefe, Plattformkontrolle und Rechenleistung deutlich hinter den USA und China zurück. Die EU versucht zwar mit Initiativen wie dem AI Continent Action Plan und geplanten Gigafactories gegenzusteuern sowie außerdem Rechenkapazitäten, Datenzugang und industrielle Anwendung stärker zu bündeln. Das grundlegende Problem bleibt jedoch, dass regulatorische Stärke allein keine digitale #Souveränität schafft, weil Europa nach wie vor in erheblichen Teilen Regeln für Systeme setzt, die anderswo gebaut werden, und damit strukturell von fremden Plattformen abhängig bleibt.
Für Unternehmen und Politik bedeutet dies, dass die Debatte um leistungsfähige KI-Modelle wie Anthropics Mythos im Kleinen zeigt, worum es im Großen geht: Wer die technologische Leistungsfähigkeit unterschätzt, wird nicht nur wirtschaftlich abgehängt, sondern sicherheitspolitisch verwundbar. Europa verfügt sicherlich über exzellente Forschung und wissenschaftliche Grundlagen, scheitert aber immer wieder daran, daraus skalierbare Produkte und marktfähige Anwendungen zu machen – und genau an dieser Schnittstelle zwischen Forschungsexzellenz und industrieller Umsetzungsgeschwindigkeit müssen wir ansetzen, um Europas technologische Unabhängigkeit langfristig zu sichern.
Zum Thema spreche ich für das cyberintelligence institute im Interview bei ZDF heute journal: https://www.zdfheute.de/video/heute-journal/sgs-slomka-kipker-100.html
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