
#Digitalsouveränität ist keineswegs nur eine europäische Frage: Mit der Anfang März 2026 in #Tokio eröffneten Untersuchung gegen #Microsoft zeigt sich, dass die Fragen digitaler Souveränität auch in #Japan inzwischen von hoher Relevanz sind, weil die japanische Kartell- und Aufsichtsbehörde #JFTC dem Verdacht nachgeht, dass die Lizenzbedingungen für zentrale Microsoft-Produkte wie Windows Server, SQL Server, Microsoft 365 und Visual Studio so ausgestaltet sind, dass deren Betrieb auf konkurrierender Cloud-Infrastruktur entweder vertraglich unmöglich oder spürbar teurer wird. Im Ergebnis werden dadurch Kunden, die ihre Cloud eigentlich nach Leistung und Souveränitätskriterien auswählen wollen, faktisch zu Azure gelenkt, obwohl die zugrunde liegende Infrastruktur damit gar nichts zu tun hat.
Bemerkenswert ist, dass die Probleme in Japan strukturell identisch sind mit jenen, die in Deutschland, im Vereinigten Königreich und in der Europäischen Union bereits seit Jahren untersucht und sanktioniert werden, denn überall folgt das Muster derselben Logik, weil derjenige, der bei Betriebssystemen und Office-Software marktbeherrschend ist, über die Lizenzbedingungen dieser unverzichtbaren Produkte gezielt steuern kann, welche IT-Lösung sich am Markt durchsetzt. Auf diese Weise werden digitalsouveräne Alternativen sowie heimische und unabhängige Anbieter nicht über einen fairen Wettbewerb, sondern über die Vertragsgestaltung aus dem Markt gedrängt, wodurch die technische und vertragliche Abhängigkeit mit jedem weiteren Jahr vertieft wird.
Gerade weil dieser Befund kein lokaler Einzelfall, sondern ein global koordiniertes Geschäftsmodell ist, berät das cyberintelligence institute die japanische Wettbewerbsbehörde JFTC im laufenden Untersuchungsverfahren als Sachverständiger. Ziel ist es, die in Europa bereits umfassend dokumentierten Erfahrungen in das japanische Kartellverfahren einzubringen, damit Japan frühzeitig handeln kann, bevor sich dieselben Marktverzerrungen verfestigen, die andere Rechtsordnungen weltweit derzeit mit erheblichem Aufwand wieder rückgängig zu machen versuchen, um ihre digitale Souveränität zu wahren:
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