
Deutschlands Antwort auf digitale Abhängigkeit: Ohne Rechenzentren keine #Digitalsouveränität – unter anderem deshalb hat die #Bundesregierung im Frühjahr 2026 erstmals eine nationale #Rechenzentrumsstrategie beschlossen und damit ein zentrales Versprechen verbunden, das im April auch im Bundestag debattiert wurde. So sollen sich bis 2030 die Rechenzentrumskapazitäten verdoppeln und die Rechenleistung speziell für #KI sogar vervierfachen, was den bisher größten staatlichen Vorstoß in diesem Bereich markiert.
Konkret umfasst die Strategie Maßnahmen in den drei Handlungsfeldern Energie, Standort und Technologie, angelegt als jährlich aktualisiertes Dokument, dessen Umsetzung binnen zwölf Monaten beginnen soll. Dahinter steht die Erkenntnis, dass Deutschland mit über zweitausend Rechenzentren zwar größter Standort Europas ist, im Vergleich zu den USA und VR China aber deutlich zurückliegt und zugleich nach wie vor erheblich von Hyperscalern sowie ausländischen Chipherstellern abhängt. Extraterritoriale Gesetze wie der CLOUD Act greifen dabei selbst dann, wenn Server physisch in Deutschland belegen sind, soweit ein US-Konzern den Betrieb führt, weshalb Fachleute immer mehr vor bloßem Souveränitäts-Washing warnen.
Im Ergebnis ist die neue Strategie der Regierung zwar ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, kann aber letztlich nur dann erfolgreich sein, wenn auch in der Praxis die bestehenden Nadelöhre überwunden werden, nämlich bezahlbarer Strom, verfügbare Flächen und schnellere Genehmigungen. Vorsicht ist nach wie vor geboten vor internationalen Milliardeninvestitionen, die zwar kurzfristig neue Kapazität bringen, aber zumeist genauso wenig Kontrolle und eigene Technologieinnovation bedeuten wie zuvor.
Für das ZDF heute journal habe ich für das cyberintelligence institute eine Einschätzung gegeben, was der Aufbau von Rechenzentren in Deutschland tatsächlich für unsere digitale Souveränität bringt. Der Beitrag erscheint in Kürze.
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