
Sinnvoller #KI-#Fitnesscoach oder clevere Mogelpackung? Digitale Trainings- und Ernährungsassistenten auf Basis künstlicher Intelligenz sind längst mehr als reine Schrittzähler: Sie werten Körperwerte, Schlafdaten und Trainingsziele aus, um dynamische Programme zu erstellen, die sich mit dem Fortschritt der Nutzenden weiterentwickeln. Gerade für Einsteiger bieten solche Apps eine niedrigschwellige Möglichkeit, Struktur und Ernährungsbewusstsein zu entwickeln, da ein KI-Coach rund um die Uhr verfügbar ist und Muster erkennt, die manuell schwieriger aufzuspüren wären.
Trotzdem zeigen unabhängige Tests solcher Software immer wieder, dass deren Empfehlungen nicht unkritisch übernommen werden sollten. Ernährungspläne weisen mitunter zu geringe Kalorienmengen auf und vernachlässigen wichtige Nährstoffe wie Kalzium oder Eisen, während Allergien und besondere Lebensumstände wie Schwangerschaften häufig unzureichend berücksichtigt werden. Auch im Trainingsbereich gilt wie in so vielen anderen #AI-Einsatzszenarien: KI kann die qualifizierte Analyse und Korrektur von Ergebnissen durch erfahrene Trainerinnen und Trainer nicht ersetzen, da echtes biomechanisches Feedback bislang außerhalb ihrer Möglichkeiten liegt.
Hinzu kommt, dass das Label „KI“ auf einem App-Store-Icon noch lange keine automatische Qualitätsgarantie darstellt. Denn viele Anbieter kombinieren lediglich bestehende Datenbanken mit einfachen Algorithmen und liefern so im Kern standardisierte Pläne in neuem Gewand, ohne dass nachhaltige Mehrwerte für den User entstünden. Anders als zugelassene digitale Gesundheitsanwendungen (#DiGA) unterliegen #Fitness-Apps außerdem keiner staatlichen Prüfpflicht, weshalb der kritische Blick auf ihre wissenschaftliche Fundierung, fachliche Kooperationen und realistische Versprechen entscheidend bleibt, bevor man wieder ein neues Abonnement abschließt:
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