
Billionen-Wette auf die Zukunft: #SpaceX hat mit einem Börsendebüt in Höhe von 1,77 Billionen Dollar Geschichte geschrieben und Elon #Musk damit zumindest auf dem Papier zum ersten Billionär der Welt gemacht. Das Unternehmen reiht sich damit unter die zehn wertvollsten börsennotierten Konzerne weltweit ein, noch vor Musks eigenem #Tesla. Wer jedoch einen genaueren Blick hinter den Börsenglanz wirft, stößt noch auf erhebliche Diskrepanzen zwischen Bewertung und tatsächlicher finanzieller Substanz.
So erwirtschaftete SpaceX zuletzt rund 19 Milliarden Dollar Umsatz, wies dabei aber gleichzeitig einen Nettoverlust von knapp fünf Milliarden Dollar aus, da massive Ausgaben im Bereich Künstlicher Intelligenz die Bilanz des Konzerns belasteten. Der eigentliche Wertträger des Unternehmens ist deshalb #Starlink, das Satelliten-Internetgeschäft mit über zwölf Millionen Abonnenten, das zusammen mit dem Raketenstartgeschäft eine mittlerweile nahezu monopolartige Marktstellung innehat. Nüchterne Analysen wie beispielsweise die Ratingagentur Morningstar taxieren den fairen Unternehmenswert deshalb auf weniger als die Hälfte des aktuellen Börsenkurses, was verdeutlicht, wie viel Zukunftsoptimismus in dem heutigen Preis bereits eingepreist ist.
Zu den größten Risiken zählt neben dem hohen Liquiditätsabfluss im KI-Bereich auch das Konzentrationsrisiko, das dadurch entsteht, dass SpaceX durch die rasche Aufnahme in den #Nasdaq 100 automatisch in Indexfonds und Pensionskassen einfließt. Hinzu kommt die starke Abhängigkeit von einer einzelnen Führungspersönlichkeit, deren persönliche Ambitionen nicht immer deckungsgleich mit den Interessen der Aktionäre waren und sind. Wer heute deshalb zu diesem Preis einsteigt, kauft letztlich keine Unternehmenssubstanz, sondern vermutlich eher einen Mythos, dessen Bewertung weit mehr mit kollektiver Erwartung als mit gegenwärtiger wirtschaftlicher Realität zu tun hat: https://www.youtube.com/watch?v=vbQvJx5y_vc