
Der unsichtbare Wahlkampf mit #Desinformation: Wenige Wochen vor mehreren Landtagswahlen kursieren gefälschte Videos angeblich krimineller Landespolitiker über gefälschte Nachrichtenportale. Sicherheitsbehörden führen die Fälschungen auf die russische Gruppe „Social Design Agency“ und ihre Kampagne „#Matrjoschka“ zurück, die zeigt, wie hybride Kriegsführung gezielt demokratische Prozesse angreift.
Hybride Kriegsführung kombiniert militärische Mittel mit wirtschaftlichem Druck, Cyberangriffen und Meinungsbeeinflussung, ohne dass ein offener Krieg erklärt wird. #Russland verfügt seit der Operation „Doppelgänger“, die seit 2022 Webseiten seriöser Medien kopiert, über besondere Erfahrung in diesem Bereich, während China eher auf die Verbreitung eigener positiver Narrative setzt. Wie eng Wahlen und Wahlbeeinflussung mittlerweile zusammenhängen, zeigten schon im letzten Jahrzehnt die US-Wahl 2016 und die 2024 annullierte rumänische Präsidentschaftswahl. Besonders aber auch Social Media begünstigt die Verbreitung ebenjener Narrative, weil Bots Inhalte vervielfachen und Algorithmen skandalisierende Botschaften bevorzugen. Gleichzeitig führt #KI zu einer immer schnelleren, einfacheren und günstigen massenhaften Produktion solcher Inhalte – spätestens mit Veröffentlichung der ersten Version von ChatGPT im Herbst 2022.
Verantwortung für den richtigen Umgang mit Desinformation tragen aber nicht nur Staaten und Behörden, denn wer ungeprüft Nachrichten teilt, verbreitet oft unabsichtlich #Misinformation, was besonders in WhatsApp-Gruppen und im Dark Social geschieht. Langfristig entscheidet deshalb auch die Medienkompetenz aller Generationen, wie widerstandsfähig unsere Demokratien gegen unzulässige Einflussnahme von außen bleiben: