
#AI Security in der #Straßenbahn – was künstliche Intelligenz bei der Absicherung des öffentlichen Verkehrsraums tatsächlich leisten kann: Seit nunmehr einem Jahr testet der #ÖPNV-Dienstleister der Stadt Bremen, die #BSAG, das System „AI-Watch“: Eine #KI analysiert in Echtzeit Innenaufnahmen aus Straßenbahnen und schlägt bei auffälligen Bewegungsmustern Alarm in der Leitstelle.
Das technische Versprechen klingt durchaus überzeugend – eine abstrakte Bewegungsanalyse statt Gesichtserkennung, Kontextsensitivität, indem auch die Reaktion umstehender Fahrgäste in die technische Bewertung einfließt, und die finale Entscheidung über den Einsatz verbleibt beim Menschen. Bei rund 100 Millionen Fahrgästen jährlich und nur etwa 150 polizeilich relevanten Vorfällen ist dabei nicht das objektive Risiko das eigentliche Problem, sondern das subjektive Sicherheitsgefühl. Genau hier soll die KI ansetzen.
Bei der technischen Analyse des KI-Tools wird das Bild hingegen ein wenig differenzierter: In der Pilotphase identifizierte das System 16 potenzielle Gefahrensituationen – bestätigt wurden jedoch nur vier. Eine Trefferquote von 25 Prozent ist für einen Wahrnehmungsverstärker mit menschlicher Letztentscheidung möglicherweise tolerabel, für einen autonomen Betrieb aber unzureichend. Hinzu kommen strukturelle Grenzen der KI: nur physisches (und menschliches) Sicherheitspersonal deeskaliert, vermittelt und schafft tatsächliche räumliche Präsenz als Abschreckung – allesamt Funktionen, die eine Videoanalyse mittels KI prinzipiell nicht ersetzt und daher höchstens als ergänzendes Mittel fungieren kann.
Für ZDF heute habe ich zum Thema eine Einschätzung formuliert, die sowohl die technischen wie auch die kriminalsoziologischen Aspekte von AI im öffentlichen Verkehrsraum berücksichtigt: https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/ki-strassenbahn-bremen-100.html
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