
Kritische #Kaskadeneffekte im Fokus: Auf dem #Handelsblatt #Energie-Gipfel 2026 haben wir über den Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz am 3. Januar diskutiert, der gezeigt hat, wie schnell ein einzelner physischer Angriff eine Verkettung kritischer Ereignisse auslöst. Wenn die Stromversorgung als Urproduktion fehlt, dann können auch Heizung, Mobilfunk und Internet betroffen sein – und damit genau diejenigen Funktionen, die akut für Koordination und Hilfeleistung benötigt werden. Dass Zehntausende Haushalte im Südwesten Berlins von dem Anschlag mehrere Tage betroffen waren, ist weniger ein spezifisches Einzelfallproblem als ein Fallbeispiel über die allgemeine Verwundbarkeit durch wenige, hochkritische Knotenpunkte.
Besserer #KRITIS-Schutz heißt daher vor allem Resilienz-Engineering: Redundanzen dort schaffen, wo Ausfälle ansonsten großflächig werden, schnell verfügbare Ersatzteile und standardisierte Provisorien, realistische Wiederanlaufpläne und getestete Notstrom- sowie Wärme-/Wasser-Notversorgung für sensible Einrichtungen bereit halten. Ebenso wichtig: verlässliche Krisenkommunikation und Fallbacks, wenn digitale Kanäle wegbrechen – sonst wird aus einem Schaden sehr schnell ein Versorgungs- und damit zugleich ein Vertrauensproblem.
Und genau hier liegt der Kern hybrider #Resilienz, denn physische Sabotage, Cyberangriffe und Desinformation greifen zunehmend ineinander. Wenn OT/IT-Sicherheit, Werkschutz, Netzbetrieb, Katastrophenschutz und Strafverfolgung in getrennten Silos planen, entsteht die Lücke, in die hybride Akteure gezielt hineinspielen. Nötig sind deshalb gemeinsame Lagebilder, abgestimmte Standards, Übungen über Sektorgrenzen hinweg und klare Zuständigkeiten – gestützt durch starke KRITIS- und Cyber-Strukturen auf Bundesebene.
Auch wir als cyberintelligence institute leisten zur Stärkung der hybriden Resilienz in Deutschland unseren Beitrag, denn in Kürze beginnen bei uns die Arbeiten an einem neuen Forschungsprojekt, das für ausgewählte KRITIS-Sektoren Energie, IT, Telekommunikation, Transport und Verkehr sowie Ernährung Transparenz über bestehende Abhängigkeiten und potenzielle Kaskadeneffekte in Krisenfällen schafft, und Maßnahmen zur Vermeidung oder Abmilderung negativer Effekte identifiziert und bewertet, sodass Kerndynamiken identifiziert und die Krisenvorbereitung unterstützt wird.
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