Digitale Souveränität in Deutschland auf dem Prüfstand: Neue Reportage im ZDF heute journal

#Digitalsouveränität in Deutschland – quo vadis? Die Debatte um digitale Souveränität in Deutschland wirkt gerade auffällig geerdet: Weg von Grundsatzreden, hin zu der Frage, wie abhängig Behörden tatsächlich von Hyperscalern sind – und was diese Abhängigkeit politisch, sicherheitlich und finanziell bedeutet. Dennoch ist in der praktischen Umsetzung gegenwärtig noch viel Luft nach oben: Besonders sichtbar wird das durch die stark gestiegenen Ausgaben des Bundes für #Microsoft-Lizenzen (2025: 481,4 Mio. Euro; 2023: 274,1 Mio. Euro), die den Handlungsdruck im politischen Raum spürbar erhöhen.

Auf der einen Seite steht somit eine klare Souveränitätslinie, wie sie Schleswig-Holstein mit Dirk Schrödter, dem Chef der Staatskanzlei prominent vertritt: Staatliche Daten in der #Cloud eines ausländischen Hyperscalers gelten dort grundsätzlich als problematisch, und #Opensource wird als realistische Option gesehen, um sich strukturell aus Abhängigkeiten zu lösen. Souveränität wird dabei nicht nur als IT-Frage verstanden, sondern als Kern staatlicher Handlungsfähigkeit – nämlich die eigenen IT-Systeme selbst bestimmen zu können. Auf der anderen Seite werden die Handlungsbedarfe zwar identifiziert, jedoch weitgehende Handlungsspielräume in der konkreten Ausgestaltung offengehalten – so durch Bundesdigitalminister Karsten Wildberger, der ein selbstbewusstes, aber nicht abschottendes Steuerungsverhalten betont – unter Akzeptanz von Restrisiken für digitale Souveränitätsentscheidungen.

In der praktischen Umsetzung für mehr nationale Digitalsouveränität dürfte die Wahrheit in den kommenden Monaten und Jahren vermutlich irgendwo dazwischen liegen – nichtsdestotrotz sollten wir uns der Lage bewusst sein, dass die Zeit für mehr souveräne IT genau genommen spätestens schon seit dem „Summer of #Snowden“ im Jahr 2013 mehr als reif ist – und wir jetzt in kürzester Zeit genau das nachzuholen versuchen, was wir eigentlich schon seit über zehn Jahren hätten angehen müssen: https://www.zdf.de/play/magazine/heute-journal-104/heute-journal-vom-9-februar-2026-100#startTime=527.0

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